Beim deutschen Vorentscheid zum Schlager-Grand-Prix waren sie ganz vorne dabei und landeten bei 14 Teilnehmern auf dem zweiten Platz. Die Fahrkarte zum Grand Prix in Lettland verpassten sie nur ganz knapp. Die dreiköpfige christliche Popgruppe "Beatbetrieb" aus Stuttgart hat einen speziellen Betriebschef: Jesus Christus. Ihren Stil bezeichnen sie als "Mainstream-Pop mit Hip-Hop-Anleihen und Rap-Einlagen". Die Bandmitglieder Tobi Wörner, Theo Eißler und Michael Janz erzählten bereits vor zwei Jahren in einem in turibulum veröffentlichten Interview, was es mit ihrer Band auf sich hat:
Was ist die Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln möchtet?
Beatbetrieb: Beatbetrieb gibt es, gab es und wird es geben aus einem Grund: Weil wir finden, dass Jesus das Beste ist, was im Leben passieren kann, und dass das nicht nur eine philosophische Diskussion oder eine nette Gedankenspielerei ist, sondern dass das eine Realität ist, die wir heute, hier und jetzt erleben können! Und das ist eine Dimension und eine Kraft und eine Dynamik und auch eine Botschaft, die so gut ist, dass sie diese Welt braucht.
Deswegen haben wir uns das Ziel gesetzt, von dieser Nachricht, und von nichts anderem zu erzählen!
Drehen sich also die Texte aller eurer Songs irgendwie um Jesus?
Beatbetrieb: Mehr oder weniger, ja! Wir benutzen Bilder und Ebenen, die bei den Leuten Assoziationen auslösen. Vieles spielt sich auch auf der Menschenebene ab, denn wir wollen nicht in einem Ghetto sein und Bilder verwenden, die nur uns vertraut sind. Sondern wenn wir wirklich rausgehen wollen, "den Griechen ein Grieche sein" wollen, wie Paulus es gesagt hat, wenn wir den Leuten was verklickern wollen, dann brauchen wir eine Ebene, Bilder und eine Sprache, die die Leute auch verstehen!
Woher nehmt ihr die Essenz eurer Texte? Sind das biblische Geschichten oder eher eure persönliche Glaubenserfahrung?
Beatbetrieb: Das ist unterschiedlich. Aber der rote Faden, der sich durchzieht, ist die persönliche Ebene. Wir wollen nicht zuerst über Theologie oder Kirche reden, sondern über die persönliche Erfahrungsebene und die persönliche Dynamik: dass man mit diesem Gott, der Mensch geworden ist, ganz konkret in Kontakt treten kann! Deswegen reden wir von dieser persönlichen Ebene und was man da erlebt, auch mit allen Niederlagen und allen Abgründen, die sich da auftun - das ist der Stoff, die Quelle, aus der sich unsere Songs speisen.
Gibt es Rückmeldungen von Jugendlichen: ist es die christliche Botschaft, die sie bei "Beatbetrieb" anspricht, oder doch eher der "Beat"?
Beatbetrieb: Es gibt schon Rückmeldungen und was wir feststellen: Es ist heute kein Problem mehr, eine klare Botschaft zu haben und zu dem zu stehen, was man lebt und was man sagt. Es wird nur dann schwierig, wenn sich die Sache nicht mit einem selber deckt. Es kann heute auf der Bühne eigentlich jeder alles erzählen, wenn man ihm ab-nimmt, dass er's auch lebt. Und deswegen seh' ich auch die Chance, dass Leute viel offener sind auch für die Sache von Jesus. Das hat man sich doch vor ein paar Jahren kaum vorstellen können, dass jemand einen Song singt, wo Jesus drin vorkommt! Das ist heute, glaub' ich eine ganz andere Situation als damals. Wichtig aber ist, dass es nicht nur beim Song oder Reden oder Rapen bleibt, sondern sich ins Leben übersetzen lässt, und da gibt es schon Rückmeldungen. Natürlich sind die sehr unterschiedlich, denn so eine Botschaft eckt natürlich auch an, aber auf jedem Fall wird's einem abgenommen.
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