Pfingsten heißt dem Namen nach "Pentecoste", der 50. Tag nach Ostern. An diesem Tag empfingen die Jünger den Heiligen Geist, und seitdem verbreitet sich die Kirche über die ganze Welt
Deshalb nennt man den Pfingsttag auch "Geburtstag der Kirche". Heute ist die Geistsendung Teil des gesamten Osterereignisses, und aus diesem Grund wird das Hochfest im Gegensatz zu früher nicht mehr isoliert gefeiert, so dass auch kein eigener Festkreis mehr besteht. Dieser hatte sich in der alten Kirche herausgebildet, denn Pfingsten wurde mehr und mehr dem Osterfest gleich, da noch Pfingsten der Tauftag für diejenigen war, die Ostern nicht zur Taufe kommen konnten.
Heute jedoch hat Pfingsten seinen ursprünglichen Platz im Kirchenjahr zurückerhalten. Der Zusammenhang mit dem Osterfest wird zum Beispiel im Evangelium des Pfingstsonntags deutlich, in dem der Herr den Jüngern den Heiligen Geist schenkt: "Am Abend dieses ersten Tages der Woche (...) hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den heiligen Geist." (Joh 20, 19-22). So hat Pfingsten keine eigene Oktav, da es selbst intensivster Oktavtag ist. Mit dem Pfingstfest schließt der Osterfestkreis. (Als Zeichen dafür wird nach Beendigung des Gottesdienstes am Pfingstsonntag die Osterkerze vom Altarraum zum Taufbrunnen gebracht.)
Aus diesen Gründen ist es auch problematisch, den Pfingstmontag liturgisch zu feiern, der auch nur in Deutschland und einigen Schweizer Kantonen gesetzlicher Feiertag ist. Darum werden Pfingstsonntag und -montag als doppelter Schlusspunkt der Osterzeit gesehen. Nach dem Pfingstfest beginnt die Allgemeine Kirchenjahreszeit.
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