Der Heilige des Monats

Bonifatius - Apostel der Deutschen (5. Juni)


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Bonifatius wurde um das Jahr 673 in England geboren und auf den Namen Winfried getauft. Erzogen wurde er in einem Benediktinerkloster, wo er später Mönch, Priester und Lehrer war. Seine christliche Überzeugung trieb ihn 716 über den Ärmelkanal auf das Festland zu den Friesen. Dort wollte er den Glauben an Christus unter die Heiden bringen, doch blieb sein Unternehmen ziemlich erfolglos, weil der Friesengherzog Radbod mit den Franken Krieg führte. Enttäuscht kehrte Winfried in seine Heimat zurück.
Zwei Jahre später, nachdem man ihn zum Abt gewählt hatte, reiste er nach Rom, wo ihm Papst Gregor II. den neuen Namen Bonifatius (das heißt "Wohltäter") gab und ihn beauftragte, Germanien zu missionieren. Er predigte in Thüringen, nach Radbods Tod auch wieder in Friesland und schließlich in Hessen. Im Jahr 722 empfing er vom Papst die Bischofsweihe und den Auftrag, Sachsen zu christianisieren. Außerdem bekam er einen Schutzbrief, der alle weltlichen und kirchlichen Herrscher verpflichtete, ihn zu unterstützen.
738 wurde er zum Erzbischof und päpstlichen Vikar des deutschen Missionsgebiets ernannt. Er begann nun, die Kirche in Deutschland zu organisieren. Bonifatius ordnete die Bistümer und gründete die Klöster in Fulda, Fritzlar und Hersfeld.
Die Legende erzählt, dass er eines Tages einen Baum fällen wollte, den die Menschen als "Donar-Eiche" verehrten. Viele kamen aus der ganzen Umgebung herbei, um zu sehen, wie der Bischof von ihrem Gott Thor getötet wird, wenn er sich an dem heiligen Baum vergreife. Doch die Eiche fiel krachend zu Boden, und nichts geschah. Die meisten waren in ihrem Götzenglauben erschüttert und nahmen den christlichen Glauben an. Angeblich wurde aus dem Holz des Baumes die Peterskirche in Fulda errichtet.
Bonifatius wurde Bischof von Mainz, und als 80-Jähriger verschlug es ihn zum dritten Mal nach Friesland. 4000 Menschen wurden in kurzer Zeit getauft, und am 5. Juni 754 sollte er sie firmen. Doch stattdessen wurden Bonifatius und seine Missionare von einer Schar fanatischer Heiden überfallen. Als der Bischof ihnen zurief: "Frieden, wir wollen keinen Streit, wir bringen den Frieden", ritt einer der Friesen auf ihn zu und spaltete ihm mit dem Schwert das Haupt. Zusammen mit dem großen Heiligen erlitten 52 seiner Gefährten den Märtyrertod. Begraben ist der Bischof, der auch Apostel der Deutschen genannt wird, im Fuldaer Dom. Sein Fest feiern wir am 5. Juni. Er ist Patron der Schneider und Bierbrauer.

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